20 jähriges Bestehen des IGNW

Am Samstag, den 27. Juni 2026, feierte das IGNW sein 20 jähriges Bestehen im Kloster der Franziskanerinnen in Lüdinghausen. Dort war der Verein 2006 gegründet worden und in den Klostermauern waren die extrem hohen Temperaturen des Tages noch einigermaßen erträglich! Birgit Vollmer vom IGBW konnten wir als Referentin gewinnen und so gestaltete sie unter dem Thema „Was glaubst denn du?“ unseren Tag.

Die Freude über das Wiedersehen stand eindeutig im Vordergrund. Es waren Mitglieder anwesend, die bei der Gründung des Vereins 2006 dabei waren, aber auch einige, die ab April 2018 bei Manuela Müller bzw. ab Oktober 2021 bei Hans Neuhold den Grundkurs absolviert hatten! Drei Nicht-Vereinsmitglieder nahmen auch teil und gerade die Teilnahme von Nicht-Vereinsmitgliedern ist uns sehr wichtig!

Für diese Unterstützung aus Österreich und Baden-Württemberg für die Grundkurse 2018 und 2021 sind wir sehr dankbar!

Am Grundkurs mit Hans Neuhold nahm Claudia Schneider als Co-Trainerin teil und im aktuellen Grundkurs sind Ursula Fischer und Angélica Schmitz-Yomayuza als Co-Trainerinnen mit dabei. Außerdem nehmen 11 Vereinsmitglieder an der Praxisgruppe zur B-Graduierung teil, die Manuela Müller für unseren Verein durchführt. All dies lässt uns hoffnungsvoll in die Zukunft schauen!

Insgesamt gestaltete Birgit Vollmer drei Teile ihres Workshops von je 90 Minuten. Diese inhaltliche Arbeit war sehr bereichernd und enthielt auch visionäre Elemente für den Verein. Der Tag mündete in einen Gottesdienst, den vor allem Teilnehmende des Grundkurses mit Hans Neuhold gestaltet hatten. Ursula Fischer und Simon Gajewski sorgten für die musikalische Unterstützung mit Geige und Klavier, für die inhaltliche Arbeit gilt unser Dank vor allem Dorthe Grimberg und Astrid Ohla.

Ulla Sindermann

Was glaubst denn du?

„Auf ein Neues …!“ – Jahresmitgliederversammlung 2026 des IGNW

In Lüdinghausen, der Perle des Münsterlandes, traf sich Anfang des Jahres eine stattliche Zahl von Mitglieder*innen des IGNW, verstärkt durch interessierte Gäst*innen: Die wunderbare Atmosphäre des Antoniusklosters, in dem wir zu Gast sein durften, trug dazu bei, dass alle sich wohl fühlten und guter Dinge Rückschau auf das Jahr 2025 hielten. Natürlich ging es auch um Finanzen, aber vor allem gab die inhaltliche Arbeit des IGNW Anlass zu viel Gesprächsstoff.

So berichtete Ulla Sindermann über die ARGE-Versammlung im Oktober 2025, die wie immer Gelegenheit bot, durch das Engagement der Schwesternvereine selbst auf neue gute Ideen für die Arbeit bei uns vor Ort zu kommen. Gerne wurde auch auf die Jahrestagung, geleitet von Dr. Stanko Gerjolj (em. Professor für Pädagogik und Erziehungswissenschaften an der theologischen Fakultät Ljubljana/Slowenien, Priester, Gestaltpädagoge und Gestalttrainer) zurückgeschaut: Diejenigen, die im Herbst 2025 in Paderborn im Haus Maria Immaculata an dieser Jahrestagung teilnehmen und sich am Beispiel der Mose-Geschichte mit eigenen Lebensveränderungen beschäftigen konnten, berichteten von vielen kreativen Prozessen, die neue Sichten auf fundamentale Lebensfragen ermöglicht hatten.

Darüber hinaus wurde klar: Der IGNW ist ein sehr lebendiger engagierter Verein, der immer wieder auch neue Menschen ermutigt, sich auf den Weg zu machen, um die Welt der Gestaltpädagogik zu entdecken. Der neue Grundkurs, der im Frühsommer 2025 gestartet ist, legt davon ein lebendiges Zeugnis ab. Und eine große Gruppe von Gestaltpädagogik-Begeisterten, die schon länger dabei sind und den Grundkurs schon abgeschlossen haben, sind 2025 gemeinsam aufgebrochen mit dem Ziel der B-Graduierung/Gestaltberatung. Alles ein schönes Zeichen dafür, dass das IGNW wirklich lebendig ist!

Umso wunderbarer, dass in diesem Jahr 2026 mit ganz vielen groß gefeiert werden kann: Denn das IGNW begeht sein 20jähriges Jubiläum! Wir können nur sagen: Save the date – und kommt am 27. Juni wieder nach Lüdinghausen ins Antoniuskloster! Wir freuen uns auf viele „alte“ und noch mehr auf viele „neue“ Gesichter, die neugierig sind auf das, was gestaltpädagogische Arbeit ist. Wir alle, die wir auf der Mitgliederversammlung waren, können – auch im Namen derer, die verhindert waren – auf jeden Fall sagen: Gestaltpädagogik eröffnet neue Horizonte und zeigt einen Weg zu ganzheitlichem Menschsein! Dass dabei der Humor nicht fehlt, davon zeugt das Foto von der Mitgliederversammlung – in Vorfreude auf die Karnevalszeit!

Astrid Ohla, Schulpfarrerin und Gestaltpädagogin IGNW

Ein Mitglied des Vereins hatte für alle Teilnehmenden der MV ein „Karnevals-Care-Paket“ zusammengestellt.

LEA – wer ist das? Oder besser gesagt: Was ist das???

Kreativ sein und Menschen nicht nur intellektuell, sondern mit allen Sinnen anzusprechen, ist ein Kennzeichen gestaltpädagogischen Arbeitens. So wundert es nicht, dass im Anschluss an die Mitgliederversammlung des IGNW zu einem Workshop eingeladen wurde – veranstaltet von Ursula Albers-Freytag, Religionslehrerin und Gestaltpädagogin des IGNW. Und viele, viele blieben, um die LEA-Erzählfiguren kennenzulernen.

Doch was bedeutet das – LEA? Viele mögen zunächst vielleicht daran denken, dass nach der biblischen Geschichte Jakob sieben Jahre diente, um Rahel, die Frau, die er liebte, heiraten zu können. Doch statt Rahel bekam er – erst einmal – Lea, ihre ältere Schwester; so hatte es sein Schwiegervater bestimmt … (vgl. 1. Mose 29,1ff).

Doch nicht um die biblische LEA ging es an diesem Nachmittag im Kreise der IGNW-Mitglieder*innen (und ihrer Gäst*innen), sondern um Erzählfiguren, sogenannte LEA-Erzählfiguren, die auf Füßen aus einer Bleilegierung stehen, aus Sisaldraht gefertigt sind und Hände aus Bio-Polymer haben. LEA ist in dem Zusammenhang eine Abkürzung – und steht für: L wie Lebendig, E wie Erzählen und A wie Ausdrücken. Es handelt sich um Figuren mit stilisierten Gesichtern, die durch unterschiedliche Bekleidung immer neue Identitäten annehmen und aufgrund ihrer großen Beweglichkeit vielfältige Ausdrucksformen ermöglichen können.

Wie man die LEA-Figuren für Gesprächsanlässe und pädagogische wie religiöse Prozesse nutzen kann, zeigte der Nachmittag in vielfältiger Weise. Die Figuren wurde beispielsweise so gestellt, dass sie Haltungen, aber auch Gefühle ausdrückten; es wurde ein Körpergebet vorgestellt, und Psalm 23 wurde mit verschiedenen Figuren und Utensilien lebendig vor Augen geführt. Am eindrucksvollsten war ein längerer Bibliolog zur biblischen Geschichte von der Heilung des Gelähmten, den seine Freunde durch das Dach in das Haus lassen, in dem Jesus weilt; je länger wir Teilnehmer*innen uns auf die Figuren konzentrierten, desto lebendiger wurden diese – und wir mit ihnen. Die alte biblische Geschichte über Freundschaft, die Grenzen überwindet, strahlte in unsere Lebenswirklichkeit hinein. Herzlichen Dank, liebe Ursula, dass du uns inspiriert und uns diese schöne Erfahrung ermöglicht hast!

Und die großen Augen der Teilnehmer*innen des Workshops, die mit Liebe an den Figuren hingen, lassen ahnen, dass nicht wenige aus unserer Mitte gerne eine solche LEA-Figur ihr Eigen nennen würden. Die Gelegenheit, eine solche Figur selbst herzustellen, ist bald da: Ursula Albers-Freytag veranstaltet am Samstag, den 14. März 2026, in der Zeit von 9.00 – 19.00 Uhr in Heiden einen LEA-Erzählfiguren-Workshop. Wer interessiert ist, kann sich gerne melden bei: ursula.albers-freytag@gmx.de Es lohnt sich mit Sicherheit – auch für ganz neue Menschen, die schauen möchten, was in der Welt der Gestaltpädagogik so gemacht wird.

Astrid Ohla, Schulpfarrerin und Gestaltpädagogin IGNW

Heilung des Gelähmten

Grundkurs in Integrativer Gestaltpädagogik und Heilender Seelsorge (IGNW) 2025-2027

Die aktuellen Termine finden Sie unten. Der Kurs findet im Bildungshaus Maria Immaculata in Paderborn statt. Wenn Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, melden Sie sich gerne bei uns unter:

anmeldung@IGNW.de

Termine für den nächsten Grundkurs 2025 bis 2027

Schnupperkurs:                06.-09.06.2025 (Pfingsten)

Block 2:                              14.07. -18.07.2025

Block 3:                              13.-17.10.2025

Block 4:                              07.-11.04.2026 (Di. bis Sa.)

Block 5:                              20.-24.07.2026

Block 6:                              19.-23.20.2026

Block 7:                              30.03.-03-04.2027 (Di – Sa)

Block 8                               19.-23.07.2027

Auf der Homepage des IIGS findet man die Langversion einer Beschreibung des Grundkurses unter dem Blickwinkel „Leben lernen“ von Ulla Sindermann in Heft Nr. 108

https://www.iigs.at/index.php/down/zeitschrift